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Sonntag, 17. Januar 2016

Hape Kerkeling „Der Junge muss an die frische Luft“

Sein Buch „Ich bin dann mal weg“ las ich vor vielen Jahren mit Begeisterung. Voller Vorfreude nahm ich darum nun sein zweites Buch zur Hand… und war am Ende etwas enttäuscht.
Kerkeling beschreibt seine Kindheit mit warmen Worten, dem ihm eigenen Wortwitz und lässt auch die traurigen Momente nicht aus.
Letztlich entstand bei mir aber der Eindruck, dass er dieses Buch doch eher für sich selbst geschrieben hat. Als eine Art therapeutischer Auseinandersetzung mit seinem Verhältnis zu seiner Mutter.
Vielleicht ist es gut, einem Menschen, der andere so sehr zum Lachen bringen kann, hinter die Maske zu sehen? Kerkeling warf mit diesem Buch bei mir die Frage auf, ob die besten Clowns immer einen traurigen Hintergrund haben müssen, um so begeistern zu können, wie es gute Clowns tun…

Sonntag, 23. August 2015

Stefan Krücken „Unverkäuflich“

Der Untertitel „Schulabbrecher, Fußballprofi, Weltunternehmer- die völlig verrückte Geschichte von Bobby Dekeyser“ sagt schon das Wesentliche über dieses Buch. Ich habe es gekauft, weil der Mann auf dem Cover, Bobby Dekeyser, unglaublich sympathisch lächelt. Und weil sein linkes Auge verrutscht ist. Das erinnerte mich an meinen Großvater, den ich nur von einem Bild kenne, das im Schlafzimmer meiner Oma hängt. Auf diesem Bild ist bei meinem Großvater ebenfalls ein Auge verrutscht, was mich als Kind immer fasziniert hat.