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Sonntag, 6. Juli 2014

Jorge Bucay

Von Jorge Bucay las ich bereits verschiedene Bücher, die ich immer sehr anregend fand. In seinen Büchern „Komm, ich erzähle dir eine Geschichte“ und „Zähl auf mich“ erzählt Jorge Bucay, Psycho- und Gestalttherapeut aus Argentinien aus der Sicht eines Patienten dessen Geschichte, indem er uns an den Sitzungen teilhaben lässt. Für jedes Problem hat er eine Geschichte parat. Teilweise sind es Gleichnisse, die er sich ausgedacht hat, aber oft sind es Geschichten von Nasreddin oder ähnlichen Figuren aus der arabischen oder asiatischen Welt. Weisheiten, die über die Jahrhunderte immer weitergegeben wurden und die in ihrer schlichten Logik so einprägsam und einleuchtend und damit oft hilfreich sind. Eingebettet in die Geschichte seines Patienten, wird das Ganze zu Romanen, die dazu verführen, über eigene Befindlichkeiten nachzudenken.
„Liebe mit offenen Augen“ ist weniger von weisen Novellen durchzogen, aber ebenfalls ein sehr anregend Roman und gut zu lesen.
Eine Sammlung von Weisheiten in Prosaform findet sich in „Geschichten zum Nachdenken“. Von diesen kann man jeden Abend oder Morgen, je nachdem, wie man es gerade „braucht“ oder möchte, eine lesen und dann in Ruhe schauen, was sie mit einem macht.

Joachim Bauer „Das Gedächtnis des Körpers“

Joachim Bauer beschreibt in dem kleinen Büchlein sehr detailliert und verständlich, wie jede Erfahrung zwischenmenschlicher Beziehungen in unserem Gehirn gespeichert wird… und wie sie unser Verhalten in der Folge beeinflusst.
Er erklärt, dass Gene allein eben nicht alles steuern, sondern die Umwelt und unsere Erfahrungen im Umgang mit anderen Menschen massiven Einfluss darauf haben, wie unsere Gene arbeiten, ob sie an- oder ausgeschaltet werden und wann das jeweils geschieht.

Meine Erkenntnis aus diesem Buch: wir können beeinflussen, wie es uns geht. Wenn nicht aus uns selbst heraus, dann ggf. mit Hilfe. Aber die innere Einstellung spielt eine große Rolle für unser Wohlbefinden.

Samstag, 5. Juli 2014

Eva- Maria Zurhorst „Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest“

Das Buch ließ eine Bekannte, bei mir liegen. Die Gute durchlebt gerade wieder einmal eine besonders schwere Krise mit ihrem Mann und meinte, dass sie den Buchtitel witzig fand. Mit einem Lächeln fügte sie hinzu: „Wenn man sich so umsieht, dann ist es doch nirgendwo rosarot! Überall Probleme! Da kann man auch gleich bei dem bleiben, den man schon ne Weile hat- den kennt man wenigstens! Bei nem Neuen weiß man ja auch nich, was drin is, wenn man auspackt. Naja und die Dame hat ja vielleicht ein paar Tipps, wie man das Ganze angenehm gestalten kann? Ich meine, das mit dem sich- selbst- lieben das wissen wir ja, nich? Aber was nützt es, wenn ich mich mit mir wohl fühle, mein Mann aber immer was an mir auszusetzen hat? Na, ich werd sehn, was Frau Zurhorst dazu sagt!“
Nun war sie weg und das Buch lag da. Neugierig nahm ich es zur Hand- der Titel regte in mir Widerspruch: zum Einen wissen wir alle, dass es wichtig ist, sich selbst zu mögen, wenn man harmonische Beziehungen eingehen will. Aber der zweite Teil des Titels, dass es egal sein soll, wen ich heirate- was will die Frau damit sagen??? Geh auf die Straße, schnapp dir einen, heirate ihn und du wirst glücklich mit ihm werden?