Dienstag, 21. Juli 2015

Dienstagnacht

Ich habe sooo viel gelesen in den letzten Monaten... leider fehlte mir die Zeit oder die Muße, darüber zu schreiben. Nun endlich geht es los. Gerade habe ich einen Beitrag über Nina Georges "Lavendelzimmer" verfasst und eingestellt (mein neues Lieblingsbuch ;)) Später am Tage mache ich dann weiter mit dem Stapel, der da gelesen auf seine Empfehlung oder Kritik wartet...

Sehr freuen würde es mich, wenn die Leser meines Blogs, sich selbst zu Wort melden würden:

- Regen meine Beiträge euch zum Lesen an?
- Helfen sie vielleicht, ein Buch als Geschenk (Dafür nutze ich selbst mein Blog oft :)) oder als Lektüre auszuwählen?
- Habt ihr beim Lesen ähnlich empfunden wie ich oder ganz anders?

Eine gute Nacht und einen fröhlichen Dienstag wünscht euch

Catherine, die Eule oder auch Bücherfischerin genannt ;)


Nina George „Das Lavendelzimmer“

Es passt zu mir, dass ich das Buch fand, nachdem es die Spiegel- Bestseller- Liste bereits verlassen hatte.(Es gibt einfach zuuuu viele Bücher, die mich interessieren/ die ich noch lesen möchte... da geht mein Blick selten auf die Bestsellerliste) Zwei Jahre stand es dort- jetzt habe ich es gefunden- oder es mich ;) 

Und ich liebe es! Ja, ich spreche nicht in der Vergangenheit, weil ich es wohl immer wieder zur Hand nehmen werde. Es steckt so viel Leben darin, so viel Weisheit… und es bestärkte mich in meiner Liebe zu Büchern/ zum Lesen... so oft dachte ich: Ja! Genau! So sehe ich das auch! Oder : Sooo schön! 

z.B. (Zitate) "Im Süden lauscht man dem Meer, um zu begreifen, dass sich Lachen und Weinen genau gleich anhören und die Seele manchmal weinen muss, um glücklich zu sein." 

oder auch: 

"Er nennt Bücher Freiheiten. Und Heimaten, das seien sie auch. Sie bewahren all die guten Wörter auf, die wir so selten benutzen. Milde. Güte. Widerspruch. Nachsicht."

Doch nun ein paar Worte zum Inhalt:
Ein Mann, Monsieur Perdu (soooo passender Name Jperdu heißt auf deutsch: verloren), trauert 20 Jahre lang seiner großen Liebe nach. Er verrammelt das Zimmer, in dem er sie besonders intensiv lebte und betritt es erst wieder, als eine Frau in das Mietshaus zieht, in dem er wohnt. Sie besitzt nichts und er gibt ihr den Tisch, der in jenem verrammelten Zimmer mit den lavendelfarbenen Wänden 20 Jahre lang ungenutzt stand.

Er ist ein netter Mensch, einer, der die Menschen kennt, obwohl er sie oft meidet. Aber er hört ihnen zu, den Menschen. Nach der Maxime: „Schweigend zuhören war die Basis für die Grundvermessung der Seele.“ (Zitat S. 43). Monsieur Perdu lebt spartanisch in einer ebenso eingerichteten Wohnung. 
20 Jahre lang. Seine Passion sind die Bücher und was sie mit den Menschen machen können, was das Lesen der Geschichten in Menschen auslösen, verschütten, aufwühlen, zerstören, beleben… kann. Er hat einen alten Lastkahn zu einer Buchhandlung umgebaut, der er den Namen „Die literarische Apotheke“ verlieh. Er verkauft nicht jedes Buch an jede Person. Manchmal verweigert er den Verkauf, nicht ohne die Weigerung zu begründen, nicht ohne eine literarische Alternative zu empfehlen, die seiner Meinung nach die bessere „Arznei“ für die Seele jenes Menschen zwischen seinen Regalen wäre.

Dienstag, 9. Juni 2015

Jan- Philipp Sendker „Herzenhören“ und „Herzenstimmen“

Ich bekam das erste der beiden Bücher letztens geschenkt. „Herzenhören“ das klang für mich sehr esoterisch. Ein bisschen ist es das auch. Jedoch hat mich die Geschichte und die Sprache, in der Jan- Philipp Sendker sie verfasst hat, in ihren Bann gezogen.
Eine junge Frau, Julia Win aus New York, geht auf die Suche nach ihrem Vater. Er verschwand nach dem Tag ihres College- Abschlusses. Als hätte er nur darauf gewartet, dass sie auf eigenen Füßen steht. Vier Jahre sind seit seinem Verschwinden vergangen. Sie hat sich damit arrangiert, hat sich als Anwältin etabliert, aber die Gedanken an ihren Vater kehren immer wieder.
Als ihre Mutter ihr einige persönliche Dinge ihres Vaters zukommen lässt, entdeckt sie darunter einen Liebesbrief, den er vierzig Jahre zuvor an eine Frau in Birma schrieb… und sie entschließt sich, diese Frau zu suchen, in der Hoffnung dort auch ihren Vater zu finden.