Mittwoch, 23. März 2016

Jojo Mojes „ Ein ganz neues Leben“

Ein ganz neues Leben hat sich Will für Louisa erhofft. Dafür hat er sie mit finanziellen Mitteln ausgestattet und ihr einen Brief hinterlassen. Das war bereits am Ende des ersten Buches klar. Dieses Buch nun erzählt, was Louisa daraus macht. Und das ist zunächst mal nicht viel. Sie taumelt durch ihr Leben ohne Will. Sie findet keine Linie, kein Ziel. Sie schwankt zwischen Wut und Verzweiflung. Und dann stürzt sie ab. Im wahrsten Sinne des Wortes. Sie fällt von der Dachkante… und hat Glück im Unglück- sie überlebt diesen Sturz.
Alles was daraus/ danach folgt erscheint so unwirklich wie die Tatsache, dass sie einen Sturz vom Dach eines mehrgeschossigen Hauses überlebt.
Aber genau daraus sind die Geschichten gemacht, die wir so gern lesen. Dramatische Ereignisse, emotionale Höhen und Tiefen und letztlich ein Happy End. Für meinen Geschmack war es etwas zu viel an Unwahrscheinlichkeiten. Vielleicht bin ich zu sehr Realistin? Egal! Jedenfalls ist dies ein Buch (wie einige derer von Jojo Moyes), das sich gut liest, wenn man einfach mal träumen möchte. Wenn man sich vorstellen möchte, dass etwas Besonderes geschehen möge, dass dann dazu führt, dass alles gut wird. Man muss nur ein wenig durch das Tal wandern und beweisen, dass man aushält, dass man durchhält, dass man zu kämpfen bereit ist… und dann erfährt man das, was sonst nur in Geschichten geschieht: das Glück baut sich auf und hüllt einen ein.

Keine tiefergehende Literatur, aber manchmal braucht man eben auch nur solch eine Geschichte, denn manchmal ist der Alltag ja allein schon hart genug und da hilft es, ein wenig zu träumen. 

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