Ein
ganz neues Leben hat sich Will für Louisa erhofft. Dafür hat er sie mit
finanziellen Mitteln ausgestattet und ihr einen Brief hinterlassen. Das war
bereits am Ende des ersten Buches klar. Dieses Buch nun erzählt, was Louisa
daraus macht. Und das ist zunächst mal nicht viel. Sie taumelt durch ihr Leben
ohne Will. Sie findet keine Linie, kein Ziel. Sie schwankt zwischen Wut und
Verzweiflung. Und dann stürzt sie ab. Im wahrsten Sinne des Wortes. Sie fällt
von der Dachkante… und hat Glück im Unglück- sie überlebt diesen Sturz.
Aber
genau daraus sind die Geschichten gemacht, die wir so gern lesen. Dramatische
Ereignisse, emotionale Höhen und Tiefen und letztlich ein Happy End. Für meinen
Geschmack war es etwas zu viel an Unwahrscheinlichkeiten. Vielleicht bin ich zu
sehr Realistin? Egal! Jedenfalls ist dies ein Buch (wie einige derer von Jojo
Moyes), das sich gut liest, wenn man einfach mal träumen möchte. Wenn man sich
vorstellen möchte, dass etwas Besonderes geschehen möge, dass dann dazu führt,
dass alles gut wird. Man muss nur ein wenig durch das Tal wandern und beweisen,
dass man aushält, dass man durchhält, dass man zu kämpfen bereit ist… und dann
erfährt man das, was sonst nur in Geschichten geschieht: das Glück baut sich
auf und hüllt einen ein.
Keine
tiefergehende Literatur, aber manchmal braucht man eben auch nur solch eine
Geschichte, denn manchmal ist der Alltag ja allein schon hart genug und da
hilft es, ein wenig zu träumen.
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