Eine
Mutter mit vier Kindern, allein auf einer Farm. Und die Mutter hat alle
Probleme, die sie nur haben kann als alleinerziehende Mutter und
Farmbesitzerin. Sie hat kein Geld, die Farm, die sie von ihren Eltern übernahm,
geht den Bach runter, der Sohn ist fünfzehn, in einem schwierigen Alter also und
fühlt sich von den Satanisten angezogen, verschließt sich vor ihr… sie ist
verzweifelt… Eines Nachts stirbt sie zusammen mit zweien ihrer Töchter einen
schrecklichen Tod. Als wäre das nicht schlimm genug, wird ihr Sohn als
Hauptverdächtiger verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt. Nun gut, das
erlebt die Mutter ja nicht mehr. Aber Libby, das jüngste Kind, ihr drittes
Mädchen. Ihr gelang es in jener Schreckensnacht zu fliehen. Anschließend wird
sie im Verwandtenkreis herumgereicht, weil sie trotz Therapie diese Nacht nicht
verarbeiten kann und, wie Gillian Flynn sie selbst gleich zu Beginn des Buches
sagen lässt, einfach ein schreckliches Kind ist.
Dienstag, 7. April 2015
Montag, 30. März 2015
Ken Follett „Die Säulen der Erde“ und „Die Tore der Welt“
Diese
Mittelalterromane von Ken Follett schildern eindrucksvoll die unglaubliche
Armut, den Hunger, den Kampf ums Überleben des einfachen Menschen aus dem Volk.
Die Gedanken, die sich die Erbauer der großen Kathedralen machten, der
Idealismus und Enthusiasmus, der ihre Arbeit vorantrieb, ist so lebensnah
beschrieben, wie die Gewalt, die Grausamkeit und das Spiel von Macht und Intrigen,
das zu dieser Zeit das Leben der Menschen bestimmte.
Auch in
diesen Büchern gelingt es Ken Follett wieder, den Leser in seinen Bann zu
ziehen, indem er historische Ereignisse mit den Schicksalen einzelner Menschen
verwebt.
Das
Leben des einfachen Menschen hing in jener Zeit so sehr von den Mächtigen ab,
dass es mich oft unglaublich aufregte. Diese völlige Hilflosigkeit gegenüber
der Willkür des Lehnsherrn, die Rücksichtslosigkeit und Gewalt, der die Menschen
ausgesetzt waren und die sie sich gegenseitig antaten, erschütterte mich zutiefst,
auch wenn ich natürlich davon gehört hatte. Darüber aber zu lesen in einem
Roman, mit dessen Figuren ich fühlte, stellte eine Erfahrung von Geschichte
dar, wie sie ein noch so guter Geschichtsunterricht wohl kaum vermitteln kann.
Deutlich
wird in diesen beiden Romanen aber auch, wie viel Macht das Volk hat und wie
viel sich zum Guten wenden kann, wenn sich Menschen, die sich ihre
Menschlichkeit bewahrt haben, zusammenschließen und klug und entschlossen
handeln.
Donnerstag, 26. März 2015
Jojo Moyes „Weit weg und ganz nah“
Klar
liebe ich es, wenn eine Geschichte gut ausgeht, wenn die Hauptfigur letztlich
glücklich wird, wenn ihr alles gelingt nach vielen Schwierigkeiten… aber hier
hat Jojo Moyes es für mein Gefühl ein bisschen übertrieben.
Jess
ist eine junge Mutter, die allein mit ihren zwei Kindern und einem riesigen
Hund namens Norman in einem abbruchreifen Haus lebt. Den Sohn Nicky hat ihr Mann aus
erster Ehe mitgebracht. Er ist ein Teenie, hat vielleicht sowieso autistische
Züge und entsprechende Schwierigkeiten mit sich und seiner Umwelt. Die Tochter
Tanzie ist ein mathematisches Genie. Der Vater ist verschwunden und hat ihr nur
seinen Sohn aus erster Ehe, einen kaputten Rolls Roys und jede Menge Schulden
dagelassen. Natürlich zahlt er nicht für die Kinder, ist unzuverlässig und am
liebsten unsichtbar. Jess putzt in einer Nobelsiedlung, kellnert in einer Bar
und ist eine liebe- und verständnisvolle Mutter.
Ed,
der Mann, der sie rettet, hat natürlich auch immense Probleme.
Abonnieren
Posts (Atom)