Elisabeth
Bohlinger baut ein Kosmetikunternehmen auf. Sie hat zwei Söhne,
Jay und Joad und eine Tochter, Brett. Zu allen hat sie ein gutes Verhältnis,
aber das zu ihrem jüngsten Kind, zu ihrer Tochter, ist besonders nah. Wenn Brett
Kummer hat, dann tröstet die Mutter sie und ermuntert sie stets mit den
abschließenden Worten: „Morgen kommt ein neuer Himmel“. (Meine Mutter sagte in solchen Momenten immer: "Morgen ist ein neuer Tag". So lautet übrigens auch der Buchtitel in französischer Sprache: "Demain est un autre jour". Keine Ahnung, warum der deutsche Verlag, der das Buch herausbrachte, diese für Deutsche so ungeläufige Redewendung vom "neuen Himmel" verwandte)
Als Elisabeth
Bohlinger nach kurzer, schwerer Krebserkrankung stirbt, geht Brett
davon aus, dass nun sie das Unternehmen leiten wird. Bei der Eröffnung des
Testaments erhält sie jedoch stattdessen ein Liste mit Lebenszielen, die sie
selbst als Vierzehnjährige einmal geschrieben hat.
Ihre
Mutter hatte diese Liste aus dem Papierkorb gefischt und über all die Jahre
aufgehoben. Manche Ziele hatte sie abgestrichen, wenn Brett sie erreicht hatte
und auch Bemerkungen dazu geschrieben. Manche Ziele hatte sie als nicht so
wichtig erachtet. Zehn Ziele auf dieser Liste jedoch empfand sie nach wie vor
als so wichtig, dass sie Brett nun aufträgt, diese innerhalb eines Jahres zu
erreichen. Bei Erreichen eines jeden Zieles, erhält Brett einen Brief, den ihre
Mutter dafür vorbereitet hat. Erst nach Ablauf dieses Jahres und Erfüllung
aller zehn Ziele wird Brett jedoch den Brief erhalten, in dem steht, was ihre Mutter
für sie als Erbe vorgesehen hat.
Das
ist ein harter Schlag für Brett und sie sieht zunächst keinen Weg, wie sie
diese Ziele, die sie gar nicht mehr als ihre eigenen empfindet- schließlich ist
sie inzwischen vierunddreißig Jahre alt und kein Teenager mehr- erreichen soll.
Nun
ist das sicher eine verrückte Idee, aber daraus entstehen manchmal die
schönsten Geschichten. Lori Nelson Spielman hat mit „Morgen kommt ein neuer
Himmel“ eine solche Geschichte geschrieben. Eine Geschichte, die nicht so ist,
wie das Leben, aber eine, bei der man denkt, dass es doch schön wäre, wenn das
Leben so wäre… und wenn man es genauer betrachtet, ist es das ja manchmal auch ein bisschen ;)
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