„Die
Tage in Paris“ ist ein kleines Buch, in dem Jojo Moyes die Vorgeschichte zu
„Ein Bild von dir“ erzählt. Man muss es nicht lesen, um den Roman zu verstehen,
aber es ist eine gute Einstimmung dazu. Darin beschreibt Jojo Moyes die Tage in
Paris, die zwei Frauen mit ihren Männern verleben. Glückliche Tage zweier
verliebter Frauen in ganz unterschiedlichen Zeiten und mit ebenso
unterschiedlichen und doch auch ähnlichen Beziehungsproblemen. Die eine ist die
Frau eines Malers in Paris zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Die andere
eine Engländerin, frisch verheiratet mit einem aufstrebenden Architekten.
„Ein
Bild von dir“ erzählt dann die Geschichten der beiden Frauen weiter.
Liv,
die Engländerin aus dem ersten Buch, lebt in London und versucht, den viel zu
frühen Tod ihres Mannes David, zu überwinden. Zwar liegt dieser Tod bereits
vier Jahre zurück, aber Sophie treibt immer noch in einem Strudel aus Schmerz. In
ihrem Schlafzimmer hängt ein Bild. Das Portrait einer stolzen, glücklichen
jungen Frau. Es ist ein Original. Ein echtes Gemälde. Kein einfacher Druck und
keine Reproduktion. Ein Gemälde, das Sophie an David erinnert. Er kaufte es für
sie, weil er fand, dass die Frau darauf, ihr ähnlich sei.
Facettenreich
und spannend beschreibt Jojo Moyes die Geschichte dieses Bildes und der beiden
Frauen. Dieses Buch hat mir, neben „Eine Handvoll Worte“, von allen Büchern
Jojo Moyes‘ am besten gefallen. Es ist dieses Verweben von Vergangenem und
Gegenwärtigem, dieses Aufzeigen, dass alles eine Geschichte hat, dass es
Zusammenhänge gibt, die man manchmal gar nicht so leicht erkennt, das aus
meiner Sicht den Romanen Tiefe verleiht und mich immer in den Bann solcher
Romane zieht.
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