Samstag, 5. Juli 2014

Mark Watson „Ich könnte am Samstag“

Alles hängt mit allem zusammen- so könnte man diese Geschichte grob zusammenfassen. Weil einer sich auf eine bestimmte Weise verhält, geschehen Dinge, die letztlich wieder ihn selbst treffen. Das gilt, wenn man dieser Geschichte glaubt, auch dann, wenn man etwas eben nicht tut und wenn die Menschen, die in der Folge davon betroffen sind einander gar nicht kennen.
Ich habe dieses Buch mit großer Spannung gelesen, weil es nicht nur die einzelnen Figuren einfühlsam beschreibt, sondern weil der Hauptstrang der Geschichte auch sehr berührend ist.

Xavier ist Moderator einer nächtlichen Radiosendung in London. Er spricht mit Menschen, die ihn in der Sendung anrufen und die, wie er, nachts nicht schlafen können oder wollen. Er rät ihnen, er ist ihr sozialer Kontakt… und sie sind der seine… denn viel mehr Kontakte hat er nicht. Sein Mit- Moderator Murray ist der einzige Mensch, mit dem er ab und zu mal etwas unternimmt. Die Scrabble- Turniere, die er einmal monatlich bestreitet, sind seine einzige Leidenschaft. Ansonsten lebt er eher zurückgezogen und so zugewandt er auch in seiner Sendung ist, so zurückhaltend ist er in seinem Alltag. Nach und nach erfährt man, warum er so lebt, was er mit sich herumträgt und woher die latente Traurigkeit kommt, die immer zwischen den Zeilen zu spüren ist.
Ohne sich dessen so wirklich bewusst zu sein, engagiert er beim Speed- Dating, zu dem sein Kollege ihn einmal überredet, eine Putzfrau.
Sie bricht nach dieser lockeren Verabredung regelrecht in sein Leben ein, lebhaft, sehr redselig und mit einem offenen Herzen, das sie für jeden Menschen hat… und Xavier beginnt langsam aus sich heraus- und auf andere Menschen zuzugehen... das Ende will ich hier mal offen lassen- es würde einem eventuell angeregten Leser die ganze Leselust nehmen ;)


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