Samstag, 5. Juli 2014

Mitch Albom „Dienstags bei Morrie“

Ein alter Professor, Morrie Schwartz und ein ehemaliger Student, Mitch Albom beschließen, sich, wie in Studienzeiten, immer Dienstags zu treffen. Das heißt, der ehemalige Student besucht jeden Dienstag seinen alten Professor, denn dieser leidet an ALS (amyotrophischer Lateralsklerose), einer unheilbaren Erkrankung des Nervensystems, die unaufhaltsam und brutal zu einem grausamen Tod durch Ersticken führt, da nach und nach, von den Beinen aufwärts die Muskeln nicht mehr steuerbar sind.

Eine beeindruckende Beschreibung, wie dieser alte Professor mit seiner Krankheit umgeht. Viele Lebensweisheiten vermittelt er in den Gesprächen mit seinem ehemaligen Studenten… und immer wieder macht er deutlich, worauf es seiner Meinung nach ankommt: Menschlichkeit, Verbundenheit, Zuwendung. Und wenn man die Geschichte liest, dann scheint er recht zu haben: er ist nie allein, viele Menschen, denen er im Leben begegnete, erinnern sich an ihn und begleiten ihn in dieser schlimmen Zeit, in der sein Körper immer mehr verfällt.

Sein ehemaliger Student hinterfragt in dieser Zeit, da er Morrie regelmäßig besucht, sein eigenes, im Vergleich zu dem alten Mann noch junges, Leben. Die Gespräche mit seinem Mentor schreibt er auf und findet nach langem Suchen einen Verlag, der sie veröffentlicht. Von dem Erlös bezahlt Mitch Albom, so schreibt er, die Arzt- und Pflegekosten seines alten Professors.


Ein Buch, das viel Lebenserfahrung eines alten Lehrers vermittelt und zum Nachdenken anregt… vielleicht auch zum Verändern des eigenen Lebens…

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